Gemeinsam die Energiewende gestalten

Das Future Energy Panel erforscht über zehn Jahre hinweg, wie Haushalte in der Region Karlsruhe Energie nutzen – für eine klimaneutrale Zukunft.

Transparente Daten. Wissenschaftliche Erkenntnisse. Gesellschaftlicher Nutzen.

Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Um sie erfolgreich zu gestalten, müssen wir den Energieverbrauch von Haushalten besser verstehen – denn private Haushalte spielen eine zentrale Rolle für die Stabilität und Effizienz des zukünftigen Energiesystems.

Das Future Energy Panel ist ein Projekt des KIT, das gemeinsam mit den Stadtwerken Karlsruhe und Netze BW umgesetzt wird. Das Projekt wurde im Jahr 2025 gestartet. Ziel ist es, mit ca. 1.200 Haushalten aus der Stadt und dem Landkreis Karlsruhe verschiedene Fragestellungen der Energieforschung zu untersuchen und dabei ein Panel aufzubauen, das möglichst gut die deutsche Bevölkerung widerspiegelt.

Wir forschen im Rahmen des Future Energy Panels in der Stadt und der Region Karlsruhe.
Haus im dunkeln Karlsruher Institut für Technologie Allgemeine Services
Im Rahmen des Future Energy Panel forschen wir in der Stadt und der Region Karlsruhe. Etwa 17.000 Haushalte aus der Stadt Karlsruhe werden zur Teilnahme am Panel eingeladen.

Private Haushalte in der Stadt und im Landkreis Karlsruhe können am Future Energy Panel teilnehmen, unabhängig davon, ob Sie zur Miete wohnen oder Eigentümer sind. Ziel ist es, eine möglichst repräsentative Auswahl unterschiedlicher Haushaltstypen abzubilden. Die ausgewählten Haushalte werden postalisch informiert und erhalten alle wichtigen Details zur Teilnahme sowie zur Anmeldung. 

Konkret werden im Projekt Daten aus Smart Metern (intelligenten Stromzählern) erhoben. Durch die Kombination aus diesen Smart-Meter-Daten und Befragungen entstehen einzigartige Erkenntnisse für die Wissenschaft und die Praxis.

 

Im Projekt werden Daten aus Smart Metern (intelligenten Stromzählern) erhoben. Dazu wird in Ihrem Haushalt ein Smart Meter installiert, der eine präzise und automatisierte Erfassung Ihres Energieverbrauchs ermöglicht. 

Der Einbau erfolgt durch Fachkräfte der Stadtwerke Karlsruhe oder der Netze BW. Sämtliche anfallende Kosten - vom Einbau bis zur laufenden Datenbereitstellung - werden im Rahmen des Projekts übernommen, und zwar für die gesamte Dauer der Teilnahme. Ob Sie bereits einen Smart Meter haben oder noch nicht, spielt bei der Teilnahme am Future Energy Panel zunächst keine Rolle.Sollten Sie bisher keinen Brief von uns erhalten haben, kann dies verschiedene Gründe haben, beispielsweise, dass der Einbau von Smart Metern in Ihrer Region aktuell noch nicht möglich ist.

Electrical technician in hard hat using a tablet to inspect an open electrical panel.
Ein Smart Meter wird bei Ihnen kostenlos eingebaut. Der Einbau erfolgt durch die Stadtwerke Karlsruhe und die Netze-BW.
Sie erhalten zudem persönlichen Zugriff auf Ihre Energieverbrauchsdaten über ein Online-Portal.

Ab dem Jahr 2025 ist der Einbau intelligenter Stromzähler in vielen deutschen Haushalten gesetzlich vorgesehen (Pflichteinbau). Hintergrund ist die Energiewende, die ein modernes und flexibles Stromnetz erfordert. Für viele kleinere Haushalte besteht aktuell kein Pflichteinbau eines Smart Meters – durch Ihre Teilnahme an unserem Forschungsprojekt erhalten Sie jetzt die Möglichkeit, einen Smart Meter zu nutzen.

Ihre persönlichen Verbrauchsdaten stellen wir Ihnen in einem individuellen Online-Portal übersichtlich zur Verfügung. In Kombination mit Befragungen und  Experimenten wird erforscht, wie Haushalte Energie nutzen und wie die Energieversorgung der Zukunft verbessert werden kann. 

Im Rahmen Ihrer Teilnahme erhalten Sie eine  einmalige Incentivezahlung in Höhe von 50 €  zu Beginn der Studienteilnahme. Die für die Auszahlung erforderlichen Kontodaten (Vorname, Nachname, IBAN, BIC) werden ausschließlich zum Zweck der Durchführung der einmaligen Aufwandsentschädigung erhoben. 

 

Wie läuft die Teilnahme ab?


Erste Forschungsergebnisse

Im Sommer 2021 wurden im Rahmen des Projekts Future Energy Panel insgesamt über 1.000 Personen telefonisch befragt. Jeweils 500 aus ganz Deutschland und 500 aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Die Befragungen erfolgten als computergestützte Telefoninterviews mit deutschsprachigen Erwachsenen ab 18 Jahren. Ziel war es, herauszufinden, wie ähnlich oder unterschiedlich das Energieverhalten von Haushalten in Karlsruhe im Vergleich zum deutschlandweiten Durchschnitt ist und damit zu prüfen, ob ein regional begrenztes Energiepanel repräsentative Rückschlüsse auf ganz Deutschland zulässt.

Die Ergebnisse zeigen: Karlsruher Haushalte sind in vielen Bereichen dem deutschen Durchschnitt sehr ähnlich. So unterscheiden sich zum Beispiel die Anteile installierter Photovoltaikanlagen (Deutschland: 19%, Karlsruhe: 18%), Solarthermie-Anlagen (je ~14% bzw. 13%) oder Wärmepumpen (je ~9%) kaum voneinander. Auch beim Wechselverhalten des Stromanbieters oder beim Bezug von Ökostrom – rund ein Drittel der Haushalte in beiden Gruppen kauft bewusst Strom aus erneuerbaren Energien – zeigen sich keine wesentlichen Unterschiede.

Es gibt jedoch auch Unterschiede: Karlsruherinnen und Karlsruher sind etwas umweltbewusster, sorgen sich stärker um den Klimawandel und sind häufiger bereit, einen Aufpreis für reinen Ökostrom zu zahlen. Außerdem besitzen sie mehr Fahrräder pro Haushalt.

 

FAQs

Haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn Sie Ihr Thema oder Ihre Frage nicht gefunden haben oder weitere Informationen wünschen, sind wir gern per E-Mail für Sie da.

Wer kann am Future Energy Panel teilnehmen?​

Alle privaten Haushalte in der Stadt und im Landkreis Karlsruhe können teilnehmen, unabhängig davon, ob Sie Mieter oder Eigentümer sind. Ziel ist eine möglichst repräsentative Auswahl unterschiedlicher Haushaltstypen.​ Sie werden postalisch über das Future Energy Panel informiert und erhalten alle Details zur Teilnahme sowie zur Anmeldung. Sollten Sie bisher keinen Brief von uns erhalten haben, kann dies verschiedene Gründe haben – etwa, dass der Einbau der Smart Meter in Ihrer Region aus technischen oder organisatorischen Gründen noch nicht möglich ist.

Was kostet die Teilnahme?​

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir übernehmen die Kosten vom Einbau Ihres Smart Meters bis zur laufenden Datenbereitstellung und zahlen Ihnen zusätzlich eine einmalige Aufwandsentschädigung von 50 Euro für Ihre Teilnahme am Panel.
 
Bitte beachten Sie: Die laufenden Messentgelte (die Kosten für Messung und Ablesung Ihres Stromverbrauchs) können sich durch den Einbau eines Smart Meters erhöhen. In den allermeisten Fällen entstehen für Sie keine oder nur sehr geringe zusätzliche Kosten – diese sind bereits durch die Aufwandsentschädigung abgedeckt. Nur wenn Sie noch einen älteren, mechanischen Stromzähler (z.B. Ferraris Zähler) besitzen, kann sich Ihre jährliche Messgebühr etwas stärker erhöhen. Diese Mehrkosten tragen Sie als teilnehmender Haushalt dann selbst. Aber keine Sorge: Sollte das bei Ihnen der Fall sein, informieren wir Sie frühzeitig darüber, bevor Sie sich endgültig entscheiden.

Ich bin Mieter, kann ich trotzdem teilnehmen?​

Ja.

Was passiert, wenn mein Vermieter der Installation eines Smart Meters nicht zustimmt?​

In diesem Fall können Sie trotzdem am Panel teilnehmen. Sie benötigen keine Einverständniserklärung des Vermieters. 

Was passiert, wenn ich umziehe?​

Bitte informieren Sie uns, wenn Sie umziehen. Sie können je nach Wohnort weiter am Panel teilnehmen, falls Ihre neue Adresse in der Region Karlsruhe liegt. Andernfalls wird Ihre Teilnahme beendet, und die Erhebungen werden datenschutzkonform abgeschlossen.​

Kann ich die Teilnahme jederzeit beenden?

Ja. Ihre Teilnahme ist freiwillig. Sie können jederzeit und ohne Angabe von Gründen aus dem Panel ausscheiden. Während der Projektlaufzeit entstehen Ihnen dadurch keinerlei Nachteile.
Ein bereits eingebauter Smart Meter verbleibt auch nach Ihrem Ausscheiden bei Ihnen und wird nicht zurückgebaut.

Gibt es finanzielle Vergütung?

Im Rahmen Ihrer Teilnahme erhalten Sie eine  einmalige Incentivezahlung in Höhe von 50 €  zu Beginn der Studienteilnahme. Die für die Auszahlung erforderlichen Kontodaten (Vorname, Nachname, IBAN, BIC) werden ausschließlich zum Zweck der Durchführung der einmaligen Aufwandsentschädigung erhoben. Eine Verknüpfung der Kontodaten mit den erhobenen Stromverbrauchs- oder Befragungsdaten findet zu keinem Zeitpunkt statt. Die Kontodaten werden getrennt von den Forschungsdaten gespeichert und nicht für Analysezwecke verwendet. Zur Abwicklung der Auszahlung werden die Kontodaten an die zuständige Rechnungsabteilung des KITs übermittelt. Eine darüberhinausgehende Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Nach erfolgter Auszahlung werden die Kontodaten gemäß den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen gelöscht, sobald sie für den genannten Zweck nicht mehr erforderlich sind. 

Zusätzlich zu den Kosten für den freiwilligen Einbau eines Smart Meters, die wir vollständig übernehmen, können sich für teilnehmende Haushalte die vom Stromanbieter erhobenen Messentgelte erhöhen. Dabei sind zwei Situationen zu unterscheiden: 

1. Haushalte mit bereits erfüllten gesetzlichen Vorgaben

Haushalte, die die gesetzlichen Anforderungen an die Messtechnik bereits erfüllen, verfügen in der Regel über eine moderne Messeinrichtung. Im Vergleich zu einem Smart Meter liegen die jährlichen Messentgelte hier um etwa 5 Euro niedriger. Diese möglichen Mehrkosten werden durch unsere pauschale Aufwandsentschädigung über den gesamten Panelzeitraum von zehn Jahren vollständig ausgeglichen.

Für Haushalte, bei denen bereits ein Smart Meter installiert ist (z. B. aufgrund gesetzlicher Verpflichtung), entstehen durch die Teilnahme an unserer Studie keine zusätzlichen Kosten.

 2. Haushalte ohne erfüllte gesetzliche Vorgaben

In einigen Fällen haben Netzbetreiber die erforderliche moderne Messtechnik noch nicht installiert. Für den Einbau moderner Messeinrichtungen besteht eine gesetzliche Frist bis zum Jahr 2032.

Haushalte, die aktuell noch einen traditionellen Ferraris-Zähler nutzen, müssen bei einem Wechsel mit deutlich höheren Messentgelten rechnen (von bislang nahezu 0 Euro auf etwa 30 Euro pro Jahr). Unsere Aufwandsentschädigung deckt in diesen Fällen jedoch nur die Mehrkosten im Vergleich zu einer modernen Messeinrichtung ab.

Diese mögliche Kostensteigerung wird im Rahmen des Registrierungsprozesses transparent kommuniziert. Betroffene Haushalte haben jederzeit die Möglichkeit, sich gegen eine Teilnahme zu entscheiden.

Dies gilt ebenso für Haushalte, bei denen ein Smart Meter grundsätzlich verpflichtend wäre, aber noch nicht installiert wurde. Auch hier können sich – insbesondere bei Nutzung eines Ferraris-Zählers – die Messentgelte erhöhen.

 

Was passiert, wenn ich bereits einen Smart Meter installiert habe?​

In diesem Fall prüfen wir, ob Ihr vorhandener Smart Meter mit unserem Datensystem kompatibel ist. Falls ja, kann er in das Panel integriert werden. Falls nicht, kümmern wir uns um eine alternative Lösung.​

Wie wird der Smart Meter installiert?​

Der Einbau erfolgt durch erfahrene Fachkräfte der Stadtwerke Karlsruhe oder Netze-BW. Der Termin wird individuell abgestimmt. Der Einbau dauert in der Regel etwa eine Stunde und verursacht keine Kosten für Sie.​

Was passiert, wenn mein Smart Meter defekt ist?​

Falls Ihr Smart Meter defekt sein sollte, können Sie sich jederzeit bei uns melden. Wir kümmern uns dann darum, dass dieser durch die Stadtwerke Karlsruhe oder Netze-BW kostenlos ausgetauscht wird.

Wie werden meine Stromverbrauchsdaten bereitgestellt?

Sie erhalten Zugang zu einem persönlichen Online-Dashboard in einer App, in der Sie Ihren Stromverbrauch übersichtlich einsehen können, voraussichtlich tages-, wochen- und monatsgenau.

Wer kann meine Daten sehen? 

Nur das Forschungsteam des KIT, das für das Future Energy Panel verantwortlich ist. Ihre Daten werden anonymisiert und streng nach DSGVO verarbeitet.  

Wozu werden die Daten verwendet?​

Ihre Daten helfen uns, besser zu verstehen, wie Haushalte auf unterschiedliche Energieinformationen, Preise und Rahmenbedingungen reagieren.​

Wie oft werde ich befragt?​

In der Regel einmal jährlich. Zusätzlich kann es gelegentlich zu kurzen Online-Umfragen oder Feldexperimenten kommen, z. B. zu Themen wie Stromtarifen oder Energieverhalten. Ihre Teilnahme daran ist immer freiwillig.​

Was habe ich persönlich von der Teilnahme?​

Durch Ihre Teilnahme, wird Ihnen kostenlos ein Smart Meter installiert. Dadurch haben Sie Einblick in Ihre individuellen Energieauswertungen und einen exklusiven Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse. Sie leisten außerdem einen Beitrag zur Gestaltung der Energiewende in Ihrer Region.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?​

Sie können uns jederzeit per E-Mail unter info∂future-energy-panel.de kontaktieren.​

Datenschutz & Ethik

Das Projekt "Future Energy Panel", wurde von der Ethikkommission des KIT geprüft.

Es bestehen keine ethischen Bedenken an der Zulässigkeit des Forschungsvorhabens.

Bei der Teilnahme an der Studienreihe verarbeiten wir Sie betreffende personenbezogene Daten. Personenbezogene Daten sind gemäß Art. 4 Nr. 1 der EU-Datenschutz-Grundverordnung alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Die personenbezogenen Daten der teilnehmenden Haushalte werden spätestens sechs Monate nach Abschluss des zehnjährigen Erhebungszeitraums gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspichten entgegenstehen.

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Kontakt

Sophie Jäger
Ansprechpartnerin:

Frau Sophie Jäger

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